Internationale Angelegenheiten

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Unser Institut ist in verschiedenen europäischen Netzwerken aktiv. So sind wir nationale Berichtsstelle bei der Europäischen Beobachtungsstelle zur Wohnungslosigkeit, organisiert von FEANTSA (FÉDÉRATION EUROPÉENNE D'ASSOCIATIONS NATIONALES TRAVAILLANT AVEC LES SANS-ABRI) und finanziert von der Europäischen Kommission. Ein Mitarbeiter unseres Institutes verfasst seit 1995 die jährlichen nationalen Berichte für Deutschland zu verschiedenen Schwerpunktthemen der Beobachtungsstelle (Prävention von Wohnungslosigkeit, Wohnungslosigkeit bei jungen Menschen, innovative Projekte zur Behebung von Wohnungslosigkeit, "Betreutes Wohnen", Versorgung Benachteiligter mit normalem Wohnraum, Wohnungslosigkeit und Migration), ist Mitglied im Nordic Network of Homelessness Research und hat eine Reihe von Fachaufsätzen über Wohnungslosigkeit in Deutschland in internationalen Büchern und Zeitschriften publiziert.

Bei dem ebenfalls von der Europäischen Kommission (Generaldirektion Forschung) geförderten europäischen Netzwerk der Wohnungslosenforschung EUROHOME waren wir als einziger deutscher Partner vertreten. Im Rahmen eines Anschlussprojektes mit dem Titel "EUROHOME-IMPACT" (The Housing Dimension of Welfare Reform) haben wir gemeinsam mit sechs europäischen Partnern (aus Belgien, Dänemark, Irland, Italien, Österreich und der Schweiz) Evaluationsinstrumente zur Analyse von Daten und Projekten mit einem Bezug zur Wohnungsversorgung von Benachteiligten erarbeitet und angewendet. Unter der Leitung der GISS wurden in drei europäischen Städten Untersuchungen zum langfristigen Verbleib von allein stehenden Wohnungslosen nach ihrer Wiedereingliederung in normalen Wohnraum durchgeführt.

Aber auch beim Wissenstransfer über Ansätze und Maßnahmen anderer Länder mit Beispielcharakter für Deutschland sind wir beteiligt. So haben wir im Auftrag des Bundesbauministeriums (BMVBW) und der Bundesanstalt für Bauwesen und Raumordnung ein Forschungsprojekt mit dem Titel "Wohnungslosenpolitik in anderen EU-Ländern - Übertragbarkeit von Konzepten und Maßnahmen auf Deutschland" durchgeführt und beispielhafte Maßnahmen zur Bekämpfung der Wohnungslosigkeit aus sechs Ländern der Europäischen Union (Belgien, Dänemark, Finnland, Großbritannien, Niederlande und Schweden) untersucht. Die Ergebnisse wurden in einem Buch veröffentlicht.